Vereint für die Kulturlandschaft

Taunus Zeitung, Kronberg, 02.10.2013, David Schahinian 

Artikel vom 02.10.2013, 03:00 Uhr (letzte Änderung 02.10.2013, 02:54 Uhr)

Artikel: http://www.fnp.de/rhein-main/hochtaunus/Vereint-fuer-die-Kulturlandschaft;art690,646693

Mit vereinten Kräften wollen die beiden vormals als separate Arbeitsgemeinschaften agierenden „AG Kulturlandschaft Kronberg“ und „AG Historische Kulturlandschaft Königstein“ künftig ihre Interessen vertreten. Im September haben sie den gemeinsamen Verein „AG Kulturlandschaft Königstein-Kronberg“ gegründet, dessen Geschicke Gabriele Klempert als Vorsitzende und Philipp Werner als Stellvertreter leiten werden. Schriftführer ist Christoph Klein, zum Kassenführer wurde Peter Hickl gewählt. Als Beisitzer wurden Cordula Jacubowsky und Norbert Auth bestimmt. Zweck des Vereins ist „der Erhalt, die Pflege und die Förderung der historischen Kulturlandschaft mit ihren Boden- und Naturdenkmalen“. Besonderes Augenmerk wollen die Aktiven auf den Denkmal- und Naturschutz sowie die Denkmal- und Landschaftspflege legen. Der Vorstand ist mit je drei Vertretern aus Königstein und Kronberg paritätisch besetzt. Geplant war das nicht, so Klempert: „Das hat sich so ergeben.“ Verbindendes Element ist auch, aber nicht nur der Opel-Zoo. So standen auf der ersten Mitgliederversammlung unter anderem auch die Baracken am Falkensteiner Stock und der Rentbach auf der Tagesordnung.

„Wir arbeiten nun zusammen, das ist das Revolutionäre“, erklärte der Königsteiner Christoph Schlott. In puncto Tourismus beispielsweise sei man vor 100 Jahren schon einmal sehr viel weiter gewesen als heute. Sorgte damals die Kur und die Eisenbahn für einen regen Austausch zwischen den Kommunen, liegt derzeit noch viel Potenzial bei der interkommunalen Zusammenarbeit brach, das der Verein schöpfen will.

Einen Achtungserfolg kann er bereits vorweisen: Unlängst entdeckten Mitglieder in der Nähe des Arbeiterweges zwischen Kronberg und Falkenstein eine Schanze, die vermutlich aus dem Ersten Koalitionskrieg im Jahr 1792 stammt. „Damit wäre das Waldareal in den Custine-Feldzug einzuordnen“, so Schlott. Weitere Recherchen sollen die Vermutung untermauern.

Der Verein will gleichfalls die Interessen der Ortsteile vertreten, „die genauso wichtig seien“ wie die beiden Kernstädte, so Klempert. Mitglied kann jede natürliche Person werden, über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Eine Internetseite ist in Arbeit und soll bald online gehen.

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